Vertreter*innen der Kampagne Abschiebeterminal MUC verhindern! brachten am 25.06.2026 ihre Einwände gegen den geplanten Bau des Terminalgebäudes der Bundespolizei vor.
Im Rahmen eines Erörterungstermins im Bürgersaal Oberding erläuterte zunächst die Stadt Freising ihre Kritikpunkte. Darin ging es unter anderem um die Planungshoheit sowie städtebauliche Bedenken aber auch um drohende verkehrstechnische Probleme und Zweifel an dem erhöhten Raumbedarf.
Aus der Perspektive der Aktivist*innen wurden insbesondere die Unverhältnismäßigkeit eines solchen Baus angesichts der stark sinkenden Zahlen im Asylsystem sowie menschenrechtliche Bedenken hervorgehoben. Besonders, dass kein Abschiebemonitoring vorgesehen ist, sei höchst bedenklich. Auch das Kindeswohl sei durch die Abschiebungen erheblich gefährdet.
„Wir wissen, dass bei Abschiebungen regelmäßig die Würde der Betroffenen nicht geachtet wird. Sie werden gefesselt und es werden ihnen Spuckmasken angelegt“, berichtet Andrea Stickel von der Kampagne. Damit verstößt ein solches Vorhaben strukturell und im Einzelfall gegen Grund- und Menschenrechte. Generell lehnt die Kampagne Abschiebungen ab.
Die Aktivist*innen kritisierten deutlich, dass Fragen des Verkehrs ausführlich diskutiert werden – jedoch keine Standards in Bezug auf Menschenrechte vorgegeben seien.
Bei dem Erörterungstermin wurden keine Details in Bezug auf die geplante Laufzeit bekannt gegeben. Auch konnte keine stichhaltige Argumentation dafür gebracht werden, dass neue Flächen geschaffen werden müssen und die bestehenden nicht ausreichen.
Peter Schrödinger, Regierungsdirektor des Luftamts Südbayern der Regierung Oberbayern verwies darauf, dass die Entscheidung beim Bundesinnenministerium, der Regierung und dem Bundestag läge.
Die Kampagne Abschiebeterminal MUC verhindern! wird weiterhin die Entscheidungen und Aktivitäten der Regierung genauestens beobachten und gegen den Bau des Abschiebeterminals kämpfen.